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<title>Tabby</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tabby</span></h1>
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<p><b>Tabby</b> bezeichnet die typischen Fellzeichnungen von <a href="Hauskatze" title="Hauskatze">Katzen</a>, wenn die Katze nicht <a href="Fellfarben_der_Katze" class="mw-redirect" title="Fellfarben der Katze">einfarbig</a> oder einfarbig mit weiß ist. Es werden dabei die Muster <i>getigert, gestromt, getupft</i> und <i>getickt</i> unterschieden.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Tabbymuster">Die Tabbymuster</h2></div>

<p>Allen Tabbymustern gemeinsam ist eine M-förmige Zeichnung auf der Stirn in der Grundfarbe. Weitere Merkmale für das Vorliegen einer Zeichnung sind eine hellere Augenumrandung, auch als „Tabby-Brille“ bezeichnet, und eine hellere Umrandung der Ohren. Speziell manche rote Katzen werden oft fälschlich als „Tabby“ bezeichnet, obwohl sie genetisch Non-Agouti, also eigentlich zeichnungsfrei sind, da bei ihnen die eigentlich unterdrückte Zeichnung als „<a href="Geisterzeichnung" title="Geisterzeichnung">Geisterzeichnung</a>“ noch deutlich sichtbar sein kann. Hier können Augen- und Ohrenumrandung hilfreiche Indizien zur Erkennung des Tabby sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Getigert">Getigert</h3></div>

<p>Die <a href="Tigerung" title="Tigerung">getigerte</a> Zeichnung (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">Mackerel</span>) entspricht dem Wildtyp. Die Katze hat einen dunklen <a href="Aalstrich" title="Aalstrich">Aalstrich</a> entlang der Wirbelsäule und schmale dunkle Streifen, die seitlich den Körper hinab laufen. Schwanz und Beine sind geringelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gestromt">Gestromt</h3></div>

<p>Die <a href="Stromung" title="Stromung">gestromte</a> Zeichnung (englisch <span lang="en"><i>Classic</i></span> oder <span lang="en"><i>Blotched</i></span>) ist eine Mutation der getigerten Zeichnung. Die dunklen Streifen sind verbreitert und auf den Schultern befindet sich eine Schmetterlingszeichnung. Auf der Mitte der Flanken befindet sich jeweils ein dunkler Fleck.
Bauern in Europa haben gestromte Katzen bevorzugt, weil sie dann sicher sein konnten, dass es sich nicht um schwer zu haltende <a href="Wildkatze" title="Wildkatze">Wildkatzen</a> handelte. Deshalb sind europäische Hauskatzen sehr häufig gestromt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Getupft">Getupft</h3></div>
<p>Bei der getupften Zeichnung (englisch <span lang="en"><i>spotted</i></span>) sind die Tigerstreifen in Punkte aufgelöst.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Getickt">Getickt</h3></div>

<p>Die getickte Zeichnung (auch als <i><a href="Agouti" title="Agouti">Agouti</a></i> bezeichnet) ist charakteristisch für einige Katzenrassen wie die <a href="Abessinierkatze" title="Abessinierkatze">Abessinierkatze</a>, die <a href="Ceylon-Katze" title="Ceylon-Katze">Ceylon-Katze</a> und die <a href="Singapura" title="Singapura">Singapura</a>. Jedes Haar der Katze ist mehrfach hell und dunkel gebändert, wodurch das Muster völlig aufgelöst wird und die Katze einfarbig erscheint.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weitere_Muster">Weitere Muster</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Afrikanisches_Tabby">Afrikanisches Tabby</h3></div>
<p>Dieses Muster ist von der Sokoke-Katze bekannt und ist eine Abwandlung der gestromten Zeichnung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rosettenmuster">Rosettenmuster</h3></div>

<p>Das Rosettenmuster ist durch Kreuzung mit der asiatischen <a href="Prionailurus_bengalensis" class="mw-redirect" title="Prionailurus bengalensis">Bengalkatze</a> auf Hauskatzen übertragen worden. Die ringförmigen Flecken mit hellem Inneren erinnern an die Fellzeichnung des <a href="Leopard" title="Leopard">Leoparden</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Genetische_Grundlagen">Genetische Grundlagen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Fellfarben_der_Katze" class="mw-redirect" title="Fellfarben der Katze">Fellfarben der Katze</a></i></div>
<p>Auch das für die Zeichnung verantwortliche <a href="Gen" title="Gen">Gen</a> wird als Tabby bezeichnet. Verschiedene Gene, darunter das Non-Agouti-Allel des <a href="Agouti" title="Agouti">Agouti</a>-Gens (a) und das Gen für <a href="Leuzismus" title="Leuzismus">Weißfärbung</a> (W), verdecken das Tabby-Muster.
</p><p>Nach neueren genetischen Forschungen sind mindestens 3 Gene an der Ausbildung der Tabbyzeichnung beteiligt:
</p>
<ul><li>Der Ticked-Locus (Ti) liegt auf dem Katzenchromosom B1.<sup id="cite_ref-eizirik_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-eizirik-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Gen ist unvollständig dominant, bei <a href="Heterozygotie" title="Heterozygotie">Mischerbigkeit</a> weist die Katze noch eine Ringzeichnung an den Beinen und am Schwanz auf.</li>
<li>Der Tabby-Locus liegt auf dem Katzenchromosom A1.<sup id="cite_ref-eizirik_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-eizirik-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Tabby-Locus ist verantwortlich für Tigerstreifen oder Stromung, wobei das gestreifte Muster dominant ist. Ein älteres Ergebnis,<sup id="cite_ref-Lyons_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Lyons-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> das den „Tabby-Locus“ auf B1 verortet, hat den Tabby-Locus mit dem Ticked-Locus identifiziert.</li>
<li>Für das Tupfenmuster bei der <a href="%C3%84gyptische_Mau" title="Ägyptische Mau">Ägyptischen Mau</a> ist ein dritter Genort verantwortlich. Das Gen ist unvollständig dominant, bei Mischerbigkeit zeigen die Katzen ein Muster mit unterbrochenen Streifen oder verformten Tupfen.</li></ul>
<p>Jede Katze hat ein Gen für eines dieser Tabby-Muster, auch wenn sie einfarbig erscheint. Verschiedene Gene, darunter das Non-Agouti-Allel des <a href="Agouti" title="Agouti">Agouti</a>-Gens (a) und das Gen für <a href="Fellfarben_der_Katze#Weiß" class="mw-redirect" title="Fellfarben der Katze">Weißfärbung</a> (W), maskieren das Tabby-Muster. Jungtiere weisen oft noch eine <a href="Geisterzeichnung" title="Geisterzeichnung">Geisterzeichnung</a> im einfarbigen Fell auf, die bei erwachsenen Katzen dann verschwindet. Andererseits wird bei roten Katzen, die das Non-Agouti-Allel reinerbig tragen, die also zeichnungsfrei sein müssten, dessen Wirkung vermindert, so dass trotzdem eine Zeichnung sichtbar ist.
</p><p>Laut einer im September 2016 präsentierten Untersuchung an historischer Katzen-DNS trat die für das gestromte Tabbymuster verantwortliche Mutation nicht vor dem Mittelalter auf.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Dagmar Thies: <i>Rassekatzen züchten</i>. Kosmos Verlag, ISBN 3-440-10128-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Tabby_cats?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tabby</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-eizirik-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-eizirik_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-eizirik_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Eduardo Eizirik, Victor A. David, Valerie Buckley-Beason, Melody E. Roelke, Alejandro A. Schäffer, Steven S. Hannah, Kristina Narfström, Stephen J. O’Brien, Marilyn Menotti-Raymond: <i>Defining and mapping mammalian coat pattern genes: multiple genomic regions implicated in domestic cat stripes and spots</i> In: <i>Genetics</i> Oct. 2009, 184, S.&nbsp;267–275</span>
</li>
<li id="cite_note-Lyons-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Lyons_2-0">↑</a></span> <span class="reference-text">L.A. Lyons et al.: <i>The Tabby cat locus maps to feline chromosome B1.</i> In: <i>Anim Genet.</i> Aug 2006/37(4), S. 383–386, <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16879352?dopt=Abstract">PMID 16879352</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Ewen Callaway: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nature.com/news/how-cats-conquered-the-world-and-a-few-viking-ships-1.20643">How cats conquered the world (and a few Viking ships)</a></i>. <a href="Nature" title="Nature">Nature</a>, 20. September 2016. Deutsche Übersetzung: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/news/katzen-domestikation-genanalyse-enthuellt-neue-details/1424038">Wie Katzen die Welt eroberten (und ein paar Wikingerschiffe)</a></i>. <a href="Spektrum_der_Wissenschaft" title="Spektrum der Wissenschaft">Spektrum der Wissenschaft</a>, 23. September 2016. Beide Quellen abgerufen am 24. September 2016.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-09-08" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Tabby&amp;oldid=259567224">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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